Reise

Uber versus Taxi in Berlin- Ein Rechtsstreit, Uber wird (vorläufig) verboten und… macht weiter wie bisher. Innovation gegen Taxisturheit


UBER, kennen Sie nicht? Bei dem Dienst UBER fehlen keine „Ü-Striche“. Es handelt sich um einen amerikanischen Dienstleister, welcher Fahrten in derzeit 35 Ländern vermittelt. In der Praxis ist das ganz einfach. Der Fahrgast installiert eine App auf seinem Smartphone (Link: iphone, android) und registriert sich bei dem Dienst.

Bei Registrierung über diesen Link gibt es 20 US$ Gutschrift für Euch.

https://uber.com/invite/ubersvenblogt 

Nach der kurzen Registrierung und der Bestätigung der Handynummer kann es auch schon losgehen. Ihr seid in der Stadt unterwegs, über wird dort angeboten? Dann startet ihr die App und bekommt die entsprechenden Fahrzeuge in Eurer Nähe angezeigt. Je nach Land und Standort gibt es unterschiedliche Kategorien. Angefangen vom günstigen UberX (zBsp. Toyota Prius), über typische schwarze Limousinen bis hin zum SUV. Ich nutze diese je nach Bedarf und Verfügbarkeit unterschiedlich. Braucht man wenig Platz, ist allein und es soll schnell gehen, so „reicht“ UberX mir völlig aus, sonst darf es auch gern etwas größer sein.

uber1         Uber3         Uber2

Nachdem Euch die geschätzte Zeit angezeigt wurde, bucht ihr das Fahrtzeug, könnt nun Kontakt mit dem Fahrer aufnehmen und sehen wo er gerade ist. Angekommen, eingestiegen, losgefahren- so einfach ist das.

Nicht jedoch in Berlin…

Da sind die Taxifahrer nicht gut auf Mitbewerber zu sprechen. Einer mag diese anscheinend besonders wenig, Hr. Richard Leipold, seines Zeichens Taxifahrer in Berlin und Chef der Berliner Taxivereinigung. Dieser ging per einstweiliger Verfügung gegen den neuen Dienst vor und bekam vor Gericht (zunächst im Rahmen einer einstweiligen Verfügung) Recht. So bestätigte das Landgericht Berlin mit Az.: 15 0 43/14 den Antrag des Klägers.

«Ihnen wurde untersagt, in Berlin diese App zu nutzen», so eine Sprecherin des Gerichts.

Was tut uber nun?

Man werde dagegen vorgehen, lies das Unternehmen verlauten und „alle rechtlichen Möglichkeiten ausnutzen“. Gleichzeitig geht es weiter wie bisher, denn der Kläger will das Urteil gar nicht vollstrecken. Warum? Weil er- wie er selbst sagt- Angst vor hohen Schadenersatzforderungen hat, die im Falle des Unterlegenes im Hauptverfahren auf ihn zukämen.

„Deshalb kann ich die einstweilige Verfügung aus wirtschaftlichen Gründen nicht vollstrecken.“

Interessant, erst klagen, dann erst einmal Recht bekommen und dann nix unternehmen weil man Angst vor Schadenersatz hat. Verblüffende Logik eines Taxifahrers.

Was mich besonders stört? 

Ich nutze diesen Dienst überall auf der Welt, wo er nutzbar ist. Warum? Weil es einfach, bequem und schnell ist, weil ich eine Rechnung per Mail bekomme, keine Belege sammeln muss und es funktioniert. Mit Taxen habe ich in der Vergangenheit oft Pech gehabt. Dreckiges Auto, unfähiger Fahrer, Diskussionen wenn man nicht das 1. Auto in der Reihe nimmt (weil es bald auseinander fiel) und mehr. Nachdem mir dann neulich ein Taxifahrer sagte, er kann in den „Osten“ nicht fahren, da er sich da nicht auskennt, da war es dann gut. Die Wiedervereinigung war wann? Ach ja, 1989/90. Da muss man sich heute im „Osten“ nicht auskennen, oder?

Natürlich sind nicht alle Taxifahrer so, nicht alle Autos alt und ein pauschales Urteil unangemessen. Dennoch…

Mit meiner Meinung scheine ich ja nicht ganz allein zu sein. Warum versucht hier ein Taxifahrer/ eine Branche Mitbewerber zu verbieten statt selbst besser zu werden?

Ähnliche Diskussionen wie um Uber gab und gibt es ja auch zu Blacklane, dem Chauffeurservice. Ich nutze für planbare Fahrten zum Flughafen, zum Bahnhof oder zu Terminen schon lange kein Taxi mehr. Mehr zu Blacklane in meinem Beitrag hier und auch da wartet ein Gutschein auf Euch.

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Meine Meinung: Wer Taxi fahren will, der kann und soll das tun. Wer das nicht möchte, der soll andere Dienste nutzen können!


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