Reise

Wanderung auf dem Kings Canyon in Australien


Wer diese Tour machen will, der sollte früh aufstehen, sehr früh am besten denn um 6:15 geht es schon los und gefrühstückt sollte man auch etwas haben. Ca. 15 Minuten später erreichen wir den Kings Canyon und es geht von nun an auf eine 6 km lange Wanderung auf dem Kings Canyon, auf bedeutet aber wirklich auf und nicht drum herum und daher geht es erstmal steil bergauf. Auf zwei Platos kann man etwas verschnaufen und danach weiter bis direkt oben auf den „Berg“.

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Schon beim Aufstieg auf den 300m hohen Felsen genießt man den unvergleichlichen Ausblick auf die weiten Zentralaustraliens. Nichts was den weg versperrt, nichts was diesen unvergleichlichen Ausblick stören würde und das alles erst kurz nach dem Sonnenaufgang, so das es noch angenehme 20-22 grad hier hat, im April.

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Nach erreichen der letzten Stufen wird es oben auf dem Kamm etwas windiger, was zum Glück die Fliegen ein wenig vertreibt. Diese hier vorkommenden Tierchen sind weder gefährlich noch sonst was, aber eben lästig.

Ab jetzt wird es dann auch flacher, wenn auch immer wieder kleinere Stufen und höherliegende Ebenen zu erklimmen sind. Und so geht es weiter auf der in Summe ca. 6 km langen Wanderung. Besonders ist das schon, wenn nun die Sonne langsam höher kommt und immer mehr Bereiche von dunklem braun in ein strahlendes Orange-Braun des Sandsteins verwandelt. Der Sandstein selbst ist eher eigentlich weiß, wird aber durch den herumfliegenden Sand welcher sich über Jahre ange“klebt“ hat, rot. Wenn man Stücken des Steins aufbricht oder reibt, so rieselt weißer „Strand“Sand heraus.

Und so führt uns unsere Tour immer weiter oben auf dem Gipfel des Kings Canyon vorbei, die meisten Bereiche sind recht breit, einige Spalten sind zu durchqueren und teilweise geht es wieder auf und ab. Etwa in der Mitte erreicht man eine Treppe, dort geht es herunter und wieder herauf. 

Blickt man in der Mitte herunter, so gibt es den Garten Eden, eine zwischen der beiden Felsen gelegene Ebene, die immer grün ist. Der Grund ist einfach. Da sich unter der ersten Schicht noch Schiefer befindet, dieser aber anders als der Sandstein kein Wasser durchlässt, „staut sich das Wasser innen und bildet bei hohem Regenaufkommen ein Wasserfall und es läuft in die unteren Bereiche ab. Dadurch ist hier der ideale Platz für die Bäume, Büsche und Pflanzen.

Hier findet sich auch der Pfeilbusch, aus welchem die Ureinwohner ihre Pfeile zur Jagt mach(t)en. Da die Äste natürlich nicht gerade wachsen, werden diese unter das Feuer oder in den heißen Sand gesteckt. Das dann weich werdende Harz verklebt beim erkalten und so kann dieser dann gebogen werden und bleibt er dann gerade.

Von dem durchqueren ist es gar nicht mehr so weit, bis wir die Hälfte der Wegstrecke zurück gelegt haben. Damit waren ekelstem 3 km für alle gut zu schaffen, wenn auch der ein oder andere beim Aufstieg etwas angestrengt aussah. Entschädigt werden alle mit einer grandiosen Aussicht über den Canyon und das Land. Es ist im übrigen der größte Canyon, nein, es ist nicht der Grand Canyon. Diese in den USA befindliche Attraktion ist eigentlich gar kein Canyon, da dieser durch einen Fluss und nicht durch Verschiebung von Gebirgsmassen gebildet wird.

Und so geht es immer weiter auf dem „Dach“ des Canyon entlang, bis wir am Ende zum Abstieg kommen und uns der Bus wieder zurückbringt. Alles in Allem eine mehr als lohnende Wanderung die das frühe Aufstehen garantiert gelohnt hat. Danke an unserem Guide MEL für die Erklärungen und die Tour.


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